LYRIK ÜBER DIE FREUDE (frei nach Schiller)

 

 

2018-06-25 22.14.04

Freude, schönstes Gefühl

Geliebte aus dem schönen Land.

Wir betreten freudig-trunken

Gar himmlisch, dein Heiligtum,

Deine Kräfte binden wieder,

was vielleicht ein Schwert geteilt,

Obdachlose werden Brüder,

Und auch mit Fürsten stehen wir gleich,

wo das sanfte Herze weilt.

 

C h o r.

 

Fühlt euch umarmt Millionen!

Diese Liebe der ganzen Welt!

Geschwister überm Himmelszelt,

der Vater hat uns so bestellt.

 

Wem die große Freud gelungen,

eines Freundes Freund zu sein;

wer die wahre Liebe errungen,

mische nun seinen Jubel ein!

Ja – wer denkt, er sei das einzige

Herz auf der Erde – und,

wer es nie gekonnt, der denke

nach über diesen Bund!

 

C h o r.

 

Was das große Unbekannte bewohnet

huldige der Sympathie!

Zu den Sternen leitet sie,

Wo der Große uns belohnet.

 

Freude lieben alle Wesen

an der Schönheit der Natur,

Alle Guten, alle Andern

folgen ihrer Lebensspur.

Fülle gab sie uns und Reben ,

den besten Freund, geprüft im Tod.

Wollust ward uns auch gegeben,

und der Diener steht vor Gott.

 

C h o r.

 

Warum stürzt ihr nieder, ihr Millionen?

Bestrafst du den Schöpfer, liebe Welt?

Suchen wir ihn überm Sternenzelt,

aber überall kann er wohnen.

 

Freude heißt die starke Kraft

in der ewigen Natur.

Freude, Freude treibt doch alles

in der großen Welt ja nur.

Blumen lockt sie aus dem Boden,

Sonne aus dem blauen Firmament,

Alles rollt sie in die Räume,

wer sie wirklich gut auch kennt!

 

C h o r.

 

Einzig, wie seine Sonne siegt,

durch des Himmels einzigen Plan,

So beachtet Menschen eure Bahn,

freudig wie ein Held der fliegt.

 

Aus der Wahrheit wie ein Spiegel

lächelt sie uns alle an.

Zu des Hügels Ehrlichkeit,

leitet sie doch jede Bahn.

Auf des Glaubens sonnige Berge,

sieht man weiße Fahnen wehn,

Durch die Lösung mit dem Frieden,

wie Geschwister stehn.

 

C h o r.

 

Seid mutig ihr Millionen!

Steht auf für die bessere Welt!

Dort oben überm Sternenzelt

wird unser großer Gott belohnen.

 

Lasst uns freundlich reagieren,

schön ist es, uns gleich anzusehen.

Alle sollen sich nun melden

froh sein, sich erfreuen.

Unschöne Taten sind vergessen,

unserm Feinde sei verziehen.

Keine Träne soll ihm laufen,

Aufrichtigkeit sei mit ihm.

 

C h o r.

 

Unsere miesen Taten sind vernichtet!

Ausgesöhnt sind wir mit der ganzen Welt!

Geschwister – überm Sternenzelt

richtet Gott uns ganz allein.

 

Freude sprudelt in Gläsern den bemalten,

in der Traube liegt das leckere Blut

trinken Sanftmut den gezahlten,

Der unfassbare Heldenmut – –

Menschen fliegt von euren Sitzen,

denn es dreht sich dann der Kreis,

Laßt den Wein zum Himmel spritzen:

Dieses Glas dem seeligen Geist.

 

C h o r.

 

Die Sterne dann auch loben,

den des Engels Hymne preist,

Jenes Glas dem guten Geist,

über dem Sternenzelt dort oben!

 

Festen Mut auch im Leiden,

Helft dort, wo die Unschuld weint,

Auf die Ewigkeit den Eid,

Wahrheit für den Freund – ja weit,

Unser Stolz der wird sich lohnen, –

Geschwister, wir sind gut im Blut –

Dem Schönen seine Kronen,

Übergang zum Mut!

 

C h o r.

 

Schließt diese Worte dichter,

schwört bei diesem herrlich Wein:

Liebe, Friede, Freude treu zu sein,

schwört es bei dem Sternenrichter!

 

Rettung von Eisenketten,

Mut dann auch dem Bösewicht,

Hoffnung auf dem letzten Bette,

Gnade auf dem Hochgericht!

Und die Toten, ja sie leben!

Menschen trinkt und stimmt mit ein,

Allen Sündern soll vergeben,

und der Frieden immer sein.

 

C h o r.

 

Eine friedlich Abschiedsstunde!

Süßen Schlaf im letzten Tuch!

Geschwister – einen sanften Spruch

Aus des freudig-lieben Munde!

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