TAUNUS TRENDS Rezension „Meine Wege“ Stark wie ein Baum und zerbrechlich wie Glas (von Ursula Konder UKo)

Das neueste Werk der in Miltenberg geborenen Autorin ist keine Lektüre für den schnellen lyrischen Genuss zwischendrin. Klassisches Versmaß und Reimformen außer Acht lassend, gibt sich die Autorin nahezu immer dem freien Rhythmus hin.

 

Wer den vorhandenen Tiefgang erfassen und verstehen will, muss sich mit den Zeilen – und vor allem mit dem, was zwischen ihnen steht – intensiver auseinandersetzen. Wer so zu Xenia Hügel durchdringt, erahnt den Seelenkampf, der das Leben einem Menschen auferlegen vermag.

Hügel Zeilen regen zum Nachdenken an: über das eigene Leben, über festgefahrene Strukturen, über die eigenen Ängste, über Vorurteile. Die Worte wollen aber auch Mut machen. Mut aufzustehen und in die Welt hinauszugehen, aufzuräumen, Ungeliebtes wegzuräumen und Wege freizuräumen, Ängste abzustreifen und endlich das Gewand der Freiheit anzuziehen.

 

„Meine Wege“ ist ein mutiges Werk. Ein Werk, in dem die Autorin preisgibt, dass sie stark wie ein Baum und zerbrechlich wie Glas ist. Dennoch gewährt sie ihren Lesern den Eintritt in ihr Seelenleben. Wer eintritt, sollte respektvoll und wertschätzend damit umgehen.

ZUM KOMPLETTEN ARTIKEL*

Rezension von Elsa Rieger

 

Lyrik ist ein sehr subjektives Erlebnis

für den Leser, hat viel mit „Geschmackssache“ zu tun, viel mit dem, was der Leser selbst erlebt hat, wo er sich wiedererkennen kann.

Die Autorin schreibt ihre Gedichte

vorwiegend in der offenen Form, es handelt sich vielfach um innere Zweifel oder deren Klärung. Auch um Hoffnungen, Liebe, Naturbetrachtungen. Ein bunter Themenstrauß, der sich für mich durch Ruhe und Gefasstheit auszeichnet.

Die Leidenschaft ist nicht offensichtlich; scheinbar kühl und in wohlgesetzten Worten sind die Zeilen verfasst. Liest man aber ein Gedicht mehrmals, spürt man die Gefühle zwischen den Zeilen auf.

Ein gelungener Gedichtband.

Elsa Rieger

Die LIEBE

Sie erhellt die Gedanken,

lässt nichts Schweres durch,

ist wie eine Mauer ohne Angst ohne Furcht.

Dein Herz klopft und bebt und du merkst, dass sie lebt.

So rein, so frei wie sie ist, ist sonst nichts.

Du sollst sie genießen, nicht aber besitzen.

Lass sie schweben und sie bleibt immer bei dir – die Liebe.